Schießsport ist eine Sache
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von Rick Biele


Aber noch längst nicht alles. Wir leben schließlich nicht auf einer abgeschiedenen Insel irgendwo im Südpazifik, sondern in einer recht komplexen Gesellschaft, in der die Rechte des Individuums immer mehr zugunsten einer immer anonymeren Verwaltung beschnitten werden. Blutgeile Journalisten haben sich mittlerweile auf die privaten Waffenbesitzer eingeschossen. Nicht, daß es was mit Tatsachen zu tun hätte, aber wenn etwas mit privaten Schußwaffen passiert, ist es immer für eine wochenlange Hysterie gut. Daß der zivile Umgang mit Schußwaffen wesentlich weniger Opfer fordert als zum Beispiel der Straßenverkehr oder auch nur so gesunde Sportarten wie Reiten oder Fußball, ist dabei weniger wichtig. Von Fußballhooligans mal ganz abgesehen...

Schützen und Terroristen haben weniger miteinander gemeinsam als Gänseblümchen und Stahlbeton. Der Schießsport ist ein Sport, der Verantwortung und Disziplin lehrt. Das sehen wir auch daran, daß unter legalen Waffenbesitzern sich die Kriminalitätsrate deutlich unterhalb des Bevölkerungsmittels bewegt. Vor durchgeknallten Vollidioten ist niemand sicher, nur bewaffnete Menschen haben bei solchen Begegnungen der unangenehmen Art die höheren Überlebenschancen. Bei der beispiellosen Terroraktion gegen World Trade Center und Pentagon hat sich gezeigt, daß Gegenwehr gegen Kriminelle auch Früchte bringt: der Jet, der in Pennsylvania abstürzte konnte zwar nicht gerettet werden, aber diejenigen die Widerstand geleistet haben, konnten immerhin verhindern, daß sie zum Massenmord mißbraucht wurden. Wir sollten uns solche Menschen ansehen, wenn wir nach Helden suchen.

Das Abschaffen der Bürgerrechte ist in Zeiten der terroristischen Bedrohung ein beliebter Sport bei Regierungen, jedoch zur Bekämpfung solcher Kriminellen ein absolut unwirksames Mittel. Was hat sich die Regierung Schmidt vom Bundeswaffengesetz versprochen? Es wurde 1973 erlassen, als Baader & Co. Kaufhäuser in Brand setzten. Die terroristische Mordserie von 1975 bis 1977 fand statt, ohne daß ein RAF-Mitglied sich um eine Waffenbesitzkarte bemüht hätte...

Wir müssen zur Zeit eine massive Einschränkung der bürgerlichen Freiheiten hinnehmen, die das Maß des Erträglichen längst hinter sich gelassen hat. Unsere Telefone werden frei Schnauze abgehört, unsere Konten werden jetzt vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen jederzeit einsehbar registriert, unsere Daten aus den verschiedensten Quellen werden zu einer regelrechten digitalen Hexenjagd zusammengeschaltet, und wir werden behandelt wie ein Volk von 82 Millionen Verdächtigen. Und das alles, um angeblich ein paar sogenannte "Schläfer" zu finden, von denen niemand weiß, ob sie überhaupt existieren. Terrorismus kann man nur dadurch bekämpfen, daß man ihm die politische Basis entzieht, nicht jedoch mit Mitteln des totalen Polizeistaats. Der beschränkt sich lediglich darauf, die zu schikanieren, die eh nichts zu melden haben, nämlich seine Bürger. So nebenbei will die jetzige Regierung das Bankgeheimnis abschaffen, damit der Staat jederzeit freien Zugriff auf alle unsere Konten hat. Gab es nicht einmal rechtsstaatliche Prinzipen, die genau dies dem Staat verboten haben?

Schußwaffen sind für Gewalt im gleichen Maße verantwortlich wie Fliegen für Kuhmist (unbekannter Bauer)

Warum sollten wir einer Regierung mit Panzern, Kampfflugzeugen, Raketen und sogar Nuklearwaffen trauen, wenn diese Regierung einem Bürger mit einem Gewehr nicht vertraut?

Copyright © 2004 Rick Biele






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