AKTUELL
[Previous entry: "Ein paar Gedanken zur Toleranz"] [Main Index] [Next entry: "So schön kann Politik sein."]
08/25/2008 Entry: "Non olet? Olet!"









Auf Wiedersehen, Pissoir Nr. 1 (Hauptbahnhof Süd), sei gegrüßt, Du edler Pissoir Nr. 2 (Hauptbahnhof Nord)!








Auf Wiedersehen, Pissoirs alle beide! ????????(?)
Ich habe diese Fotos hastig (ich mußte warten und die kurzen Momente ausnutzen, in denen kein Pissant [sic] in den Tempelchen war, sonst hätte es [womöglich schwarz-braun SCHILLernde] rechtliche Schwierigkeiten geben können...) an der Prunkseite (Kirchenallee) des Hamburger Hauptbahnhofs vor genau einer Woche, am 18.08.2008, gemacht. Seit Jahren trage ich mich mit dem Gedanken, leider ist immer etwas dazwischengekommen; außerdem war meine vorige Kamera nicht geeignet. Die neue habe ich hiermit eingeweiht. Der dokumentierte Zustand bestand an dem auf den Fotos eingedruckten Datum bereits seit mindestens anderthalb Wochen, denn solange hatte ich täglich überprüft. Und nun kommt es: Ich schwöre auf das Haupt meiner seligen Mutter, daß der gezeigte Zustand noch absolut harmlos ist gegenüber dem was ich und viele Tausende von Zeugen seit Jahren äußerst häufig und auch manchmal noch länger andauernd dort vorgefunden haben. Seien es Imitate aus Urin und in Miniatur der Niagarafälle, die aus den gezeigten Becken plätscherten wie weiland der Bach in der Dichtung, seien es Imitate der Harburger Schwarzen Berge aus geologisch weniger interessanten Fäkalien, die in diese Becken oder daneben gepflanzt wurden, museal lange dort verharrend, oder ganz und gar nicht imitiertes Erbrochenes, das also nicht von FahnenFleck stammte, ziemlich dauernd waren die Örtchen für so manche Überraschung gut. Auch brauchte man im Hochsommer die Außentemperaturanzeige am Südsteg nicht mehr zu bemühen, die Temperatur ließ sich am Geruch viel bequemer und ganz und gar unelektronisch ablesen. Die langen, von den theoretisch vorgesehenen und praktisch für ihre Arbeit wohl auch bezahlten, gelegentlich sogar gesichteten Reinigungskräften eingelegten Pausen, konnte man wissenschaftlich exakt nachvollziehen, ohne Stechuhr, indem man sich ein oder mehrere in den in erster Linie für Zigarettenstummel1 vorgesehenen Behältnissen über den Becken (siehe Fotos) abgelegten in Art und Anordnung unverwechselbaren Stück Abfall merkte, um es/sie dann nach vielen Tagen (einmal habe ich drei Wochen gezählt) wiederzuerkennen...
Es stinkt zum Himmel! Die Mundpropaganda der Touristen verbreitet den Duft ins letzte Provinznest, wenn dort bei Kaffee und Kuchen vom besuchten Hamburger Musical oder gar von der Herbertstraße den Daheimgebliebenen berichtet wird.
Hereinspaziert, meine Damen und Herren, oh pardon, Herren: Ole Freiherr von Beust bittet zum Besuch. Eintritt frei!
Welch eine Verachtung haben doch Politiker für uns Menschen...
~~~
Kommentare erbeten an

1 In britischem Englisch heißt so ein Stummel fag-end, in amerikanischem Englisch cigarette butt, beide irgendwie sehr lustig in diesem Zusammenhang (Insider-Joke).
PS: Wer bei dieser Hamburger Reportage noch etwas mehr schmunzeln will, der schaue sich in Wikipedia die Seite zu Olé bzw. OLE an. Und die entsprechende deutschsprachige Seite. Object Linking and Embedding finde ich bei diesen Fotos besonders angebracht... Hamburger Reportage, olé!