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02/27/2004 Entry: "Einwanderung"



Einwanderung


Ein Thema, das niemandem in diesem Land unbekannt sein dürfte und ständig für neuen Gesprächsstoff sorgt, und zwar seit Jahrzehnten, und zur Zeit gerade mal wieder sehr aktuell ist. Ganz neu, wenn man von längst vergangen geglaubten Zeiten mal absieht (die große Auswanderungswelle Ende des 19. Jahrhunderts etwa oder die aus dem hereinbrechenden Dritten Reich Flüchtenden), ist, daß auch Auswandern für Deutsche wieder ein Thema ist. Das wird noch zunehmen, dank dem eisernen Kanzler, zweite Auflage.


Mir ist das Thema Einwanderung hierzulande aus Stammtischgefasel, Politikergelaber in den Medien und eigener Erfahrung weidlich bekannt. Meine eigenen unangenehmen Erfahrungen mit der Ausländerbehörde, die meine ich nicht, die hielten sich in Grenzen, sondern die zahlreichen, sich immer wieder, seit zwei Jahrzehnten, in Stoßwellen über uns sich ergießenden Unmenschlichkeitsorgien dieses Staates, ja dieses Regimes, dieser Republik (wie in Bananen). Dies mußte man machtlos beobachten und war öfter schmerzlich direkt in Mitleidenschaft gezogen, nämlich dann, wenn man wieder einen wunderbaren Menschen kennengelernt hatte [kein Vergleich mit unseren PolitikerInnen ~ "die säzzerin"], der trefflich zu einem paßte, den man nie getroffen hätte, hätte er nicht an unsere Türen geklopft, um dann plötzlich über Nacht ohne Abschied wieder zu verschwinden, nach Albanien, Bosnien, Kosovo oder Sri Lanka, Zaire, Sudan, Algerien. Für noch mehr Länder nehmt Euren Schulatlas (Putzgers, Diercke...). Abtransportiert wie "Vieh". Aber wer "Vieh" schon so grausam quer durch Europa und die Welt verachtend verfrachtet, verachtet und verfrachtet auch Menschen. Erfahrung hat man ja darin.


Andererseits, so doof sind nicht alle hier, um nicht die Vorteile für Deutschland und somit das Eigeninteresse bei dieser massiven Einwanderung zu sehen. Einiges ist ja auch sehr annehmbar verlaufen, wenn man mit einigen anderen europäischen Ländern vergleicht. Deutschland war schon immer in vieler Hinsicht besser als sein Ruf. Und andere Länder dementsprechend schlechter als ihr Ruf. Aber das kann sich jederzeit ändern.


Um Klarheit in dieses von Politikern verhunzte Thema zu bringen und in der Hoffnung vielleicht weiteres Leid zu verhindern (siehe Albanien, Texte auf Englisch), empfehle ich den Kundigen der unverzichtbaren Weltsprache Englisch dieses Juwel eines Essays zum Thema, von Prof. Ken Schoolland, Associate Professor of Economics and Political Science an der Hawaii Pacific University:


Immigration: An Abolitionist Cause


Selten gab es auf meinen Websites einen so guten Text, souverän durchdacht, ethisch anspruchsvoll und mit dem rechten menschlichen Gefühl. Hier wird die verfehlte Politik der USA dargestellt, die sich hier in Deutschland und in allen anderen Ländern haargenau wiederholt. Weitere Texte von Ken Schoolland zum Thema auf meiner Op-Ed page. Unbedingt zu lesen in diesem Zusammenhang (diesmal auf Deutsch, mit Übersetzungen auf Englisch und Französisch) ist auch der Appell Die Cosmopolitische Union von Werner Ackermann sowie von Robert Anton Wilson Definitionen und Unterscheidungsmerkmale. Sehr relevant hier ist auch der Essay AKTUALITÄT EINER VERGESSENEN BEWEGUNG: DIE BODENREFORMER von Marco Mühlen und generell alles zum Thema Panarchismus und Exterritorialismus. Siehe hierzu Der exterritoriale Imperativ und LMP.


Hinweise zu Immigration: An Abolitionist Cause stehen auch auf weiteren Websites von mir, insbesondere auch auf meiner Luxemburger Website, hier auf Französisch, sowie auf meinem Portal (in drei Sprachen, mit Verweisen auf die heute freigeschaltete neue Rubrik "Immigration").


PS: Wie nötig Umdenken ist, denn der Schoß ist leider fruchtbar noch, sieht man daran, daß in einer Veranstaltung des Hamburger "Förderkreis HUMANwirtschaft" der Humanwirtschaftspartei (früher FSU), Landesverband Hamburg, vom 27. Januar in Hamburg-Altona, der Veranstaltungsleiter K. es sich nicht verkneifen konnte, eine antisemitische Bemerkung der rassenreinsten Art vom Stapel zu lassen. Dabei hatte ich gedacht, dieser Gesellianer-Kreis sei nun endlich kuriert (sonst wäre ich nämlich gar nicht mehr hingegangen) und liefere der linken Antifa zumindest keinen direkten Anlaß mehr zu weiteren Verleumdungen. Jetzt wurde ihnen ein legitimer Anlaß geboten und es wäre keine Verleumdung gewesen...

PS 2: Noch viel schlimmer, was inzwischen passiert ist (werde ich heute oder morgen an dieser Stelle nachtragen).
Also, bei der oben erwähnten Veranstaltung saß neben mir ein älterer Herr, der sich mir zu erkennen gab als derjenige, der mir vor einigen Monaten einen ziemlich wirren Leserbrief auf meinen Artikel in ESPERO hin geschrieben hatte und später dann eine ebensolche E-Mail, die ich mit dem Brief aber nicht in Zusammenhang brachte, denn er unterzeichnete nicht mit demselben Namen. Der gute Mann bezeichnete sich als Anarchisten. Die paar Fetzen Gedanken, die er von sich gab, schienen ihn für mich aber in die Kategorie der "fake anarchists" einzuordnen. Fast hätte ich mich trotzdem gefreut und es als gutes Zeichen für die Runde betrachtet, die üblicherweise den radikalen Anarchismus ihres angebeteten Silvio Gesell verwirft, verleugnet, unter den Teppich kehrt, nur die, was Geld und Boden betrifft, staatlicheren Lösungen seiner Anfänge vertritt, die aber auch weitgehend marktwirtschaftlich waren, auf anderen Gebieten als Geld und Boden sowieso, bis hin zur Ehe! :) Und nun kommt der Hammer: Eine gute Woche später erhielt ich vom selbigen "Anarchisten" eine weitere elektronische Fan-Mail mit dem Betreff "Reichsbürgerstammtisch" und der Einladung "Falls zum 6.März Interesse in HH-Altona dabei zu sein, erst www-aufstand-fuer-die-wahrheit.net mal schnuppern, dann bei mir nachfragen:040-....... Fax:....... Alles Gute! HB". Die Telefon- und Faxnummer habe ich durch Punkte ersetzt, die erwähnte Webadresse aus guten Gründen nicht in einen klickbaren Verweis verwandelt... Ich kannte die Website nicht, habe sie natürlich aufgesucht, nur ganz kurz, Herr Staatsanwalt, die Eingangsseite genügte mir. Es ist die Website von Horst Mahler, dem vom linken RAF-Anwalt zum rechteren Anwalt weniger marxistischer Ideen Mutierten, die sich dadurch auszeichnet, daß oben auf der Seite ein Logo im Stil von Leni Riefenstahl und der gewissen Architektur der damaligen Stadt der Reichsparteitage prangt und es sonst von Revisionismus nur so strotzt. Wie lustig, wenn man von der totalitärsten Warte überhaupt (sozusagen links-rechts im Doppelpack) die "demokratischen" Mängel unseres Staates kritisiert. Ich bin zwar auch der Meinung, daß man Totalitarismus nicht mit Totalitarismus ausjagt, und man den "Nationalen" dieselbe Rede- und Presse-Freiheit lassen sollte, Ihren Quatsch zu verbreiten, wie allen anderen auch, so wie in Dänemark oder USA, mehr aber auch nicht. Dann hätten wir weniger Probleme mit ihnen. Besser blamieren könnten sie sich nicht, und man würde keine verfolgten Helden aus Ihnen machen. Der Kontrast zwischen ihren piefigen Karnevalsumzügen und den Gay Parades dürfte doch dem Dümmsten vorführen von woher die tödlich aggressive Gefahr kommt und von woher die konviviale Lebenslust. :) Aber es scheint hinter den Kulissen dieses Landes noch immer zu viele graue Eminenzen zu geben, die insgeheim die "Bewegung" stärken wollen. Dazu brauchen sie den Glorienschein des Verbots. Zurück zu unserem Leserbriefschreiber. Er heißt Karlheinz, nennt sich aber Heinhard und neuerdings Heimhart. Als ob Karlheinz nicht deutsch, germanisch, nordisch genug wäre. Von Karl dem Großen bis Heinrich Himmler ist doch alles drin. :) Bei den Gesellen des Abends hat Heimhart wohl immer ein Heimspiel, bei mir nicht. Ich geh da nie mehr hin.

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